Nicaragua Fondsanlagen
Während man hierzulande
schon in so buchstäblich abgehobene Aktien wie
Dr. Peters
Flugzeugfonds investieren
muss, um einigermaßen helle Aussichten auf Gewinn zu haben,
kann man in anderen Ländern von Anfang an dabei sein. Zum
Beispiel in Nicaragua. Dort regt sich im Moment zwar noch
nicht viel, aber die Bedingungen sind erstklassig. Nicaragua
selbst ist gegenwärtig eines der ärmsten Länder
Lateinamerikas. Die Infrastruktur ist absolut lückenhaft. 20
% der Bevölkerung haben nicht einmal Zugang zu sauberem
Trinkwasser.
Dabei hat das Land durchaus wirtschaftliche Kapazitäten. Es
gilt als überaus fruchtbar. Allerdings haben viel der
zahlreichen Bauern nicht mal die Möglichkeit, ihre Ernten
angemessen zu lagern. Dadurch sind die Preise zu Erntebeginn
häufig sehr niedrig. Die Bauern müssen verkaufen, da viele
ohnehin bei Weitem nichts alles einlagern können und
gleichzeitig so reiche Ernten haben (wegen der fruchtbaren
Böden und zahlreichen Sonnentage), dass Nahrung mehr als
ausreichend verfügbar ist. Es besteht ein Überangebot. Genau
darin liegt aber auch gegenwärtig das Problem. Denn so sind die
Bauern gezwungen ihre Ware zu Schleuderpreisen zu verkaufen,
während sie auf einem immer größeren Haufen verrottenden Zeugs
sitzen bleiben. Der Investitionsbedarf ist also durchaus in
diesem Sektor gegeben (in erster Linie für adäquate
Lagermöglichkeiten).
Aber auch in anderen Bereichen lohnt die Investition. So hat
Nicaragua ungeahnte touristische Kapazitäten. Nicaragua liegt
sowohl am Pazifik als auch am Atlantik. Die Strände stehen
anderen etablierten Badeparadiesen aus dem Bereich der Karibik
in nahezu nichts nach. Einzig und allein in den
Grundstückspreisen. Während man andernorts in der Karibik
horrende Grundstückspreise für ein Stück Strand zahlen muss,
bekommt man dasselbe in Nicaragua spottbillig. In diesem
Zusammenhang ist auch nicht zu vergessen, dass Nicaragua nicht
weit entfernt von der Touristenschleuder Nummer eins – den USA
– entfernt liegt. Also auch oder gerade im Tourismusbereich
liegt ein ungeahntes, wirtschaftliches Potenzial vor, das
förmlich danach schreit genutzt zu werden. Man muss kein
professioneller Fondsvermittler sein,
um das zu verstehen.
Einen Fuß in die Tür können Anleger über die Grand Canal
Aktiengesellschaft bekommen. Diese steht bereits in besten
Beziehungen zu allen relevanten Regierungsinstitutionen vor Ort
und hat Großes geplant. Diese Grand Canal Gesellschaft steht
westlichen Investoren offen und möchte insbesondere westliche
Firmen ins Land locken (Moment mal? Ist Nicaragua nicht auch
westlich?). In dem Fall bedeutet westlich dann wohl reich.
Jedenfalls soll es dadurch zur Umsetzung gewinnbringender
Infrastrukturen kommen. Und dass Nicaragua in dieser Hinsicht
viel Luft nach oben hat, ist nicht von der Hand zu weisen.
Ein besonders ehrgeiziges Projekt, das auch bei der
Namensgebung der Grand Canal AG Pate stand, ist der Bau des
Nicaragua Kanals. Dieser ist in der Geschichtsschreibung des
Landes schon seit geschlagenen 150 Jahren ein Thema. Von diesem
Nicaragua Kanal verspricht man sich (sollte er tatsächlich
gebaut werden) vor allem eine Revolutionierung des
Überseeverkehrs. Insbesondere vom logistischen Standpunkt her
ist der Warentransport zur See wichtiger als je zuvor! Ein
Kanal in Nicaragua würde eine direkte Verbindung zwischen
Atlantik und Pazifik schaffen und wäre sofort voll ausgelastet!
Da steckt wirtschaftliches Potenzial ohne Ende drin! Ein
Nicaragua Kanal würde sogar den (schon lange voll
ausgelasteten) Panama Kanal wirtschaftlich ersetzen. Der Panama
Kanal ist mittlerweile für moderne Containerschiffe einer
bestimmten Größe einfach zu klein und schlicht nicht
passierbar. In dieser Hinsicht könnte ein Nicaragua Kanal,
sollte er wirklich realisiert werden, dem Panama Kanal den Rang
ablaufen.
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